ZUM WEINGUT GEHÖREN WEINBERGE IN DEN WÜRZBURGER LAGEN: INNERE LEISTE UND STEIN, SOWIE IM STETTENER STEIN, ABER AUCH IN RANDERSACKER UND THÜNGERSHEIM. Mühselige und doch freudige Arbeit vollbringen wir an den Steillagen, um exponierte alte Parzellen wiederzubeleben oder uralte Rebstöcke wieder fruchtbar zu machen. Dem Weinbau mehr nachhaltige Wertigkeit verschaffen. Für das Team entscheidend: Immer mit Spaß und Leidenschaft dabei sein, Terroir und Ökosystem zu verstehen, ohne dogmatisch zu agieren. So gelingt es, den ökologischen Landbau und seine nachhaltige Wirkung einleuchtend, authentisch wirksam und lebendig zu gestalten. Damit möchten wir bedeutende Impulse geben.

„Bereits als Kind wurde ich in die Weinberge gepflanzt, heute bin ich eigentlich schon ein fest verwurzelter Weinstock und möchte noch viele gute Weine wie unsere ‚Alten Reben‘ hervorbringen!“
DANIEL FULL, WINZERMEISTER

Der nach Süden exponierte Steilhang Würzburger Stein erstreckt sich muschelförmig oberhalb der Stadt. Er liegt auf einer Höhe von 210 bis 250m über NN und hat eine Hangneigung zwischen 30% bis 80%. Der Boden entstand durch Verwitterung des mittleren und oberen Muschelkalks. Die Bodenstruktur ist sehr skelettreich und hat meist nur eine sehr dünne Krume als Oberboden. Dies begünstigt die sehr gute Wärmespeicherfähigkeit. Stellenweise ist der Muschelkalk von Lehm und Tonschichten durchzogen. Oberhalb der Weinberge befindet sich ein Waldgürtel, der die Reben vor Nordwinden schützt. Die Hangform, die Nähe zur Stadt, die Hangexposition sowie die Bodenstruktur sorgen für ideale kleinklimatische Bedingungen für die Traubenentwicklung und Reife.

Die Innere Leiste liegt auf Würzburgs linker Mainseite in einem kleinen Taleinschnitt auf der Südseite der früheren Bischofresidenz Marienberg. Diese Lage ist ein typisches Beispiel für den großen Einfluss des Mikroklimas auf das Terroir einer Weinbergslage. Einerseits reicht der hitzige Charakter des Würzburger Talkessels hinein, anderseits wird sie ausreichend von der Kaltluft des Nordens geschützt. Somit stellt diese Lage, gemeinsam mit dem Würzburger Stein, eine der besten Weinlagen Frankens dar.

Der Stettener Stein zählt in Fachkreisen zu den spannendsten Terroir-Weinlagen Frankens. Das Kernstück der Großen Gewächs-Lage liegt – einem Hohlspiegel gleich – achtzig Meter über dem Main oberhalb der felsigen Schaumkalkbänke des unteren Muschelkalkes in einem halbkreisförmigen Bergeinschnitt. Die steilen, geschützten Weinbergsparzellen mit 50% bis 80% Hangneigung profitieren stark von dem Kleinklima, das sich durch die an der Felswand aufsteigenden warmen Luftmassen sehr schnell erwärmt. Der sehr skelettreiche, karge Oberboden stellt einen großen Wärmespeicher dar und ist schwer zu durchwurzeln. Dies zwingt die Reben über viele Jahre zur Ausbildung tiefer Wurzeln, die in den karstigen Charakter des Muschelkalkes hineindringen, was den Weinen große Mineralität und Eleganz verleiht. Das Weingut am Stein bewirtschaftet den Großteil der besten Parzellen direkt über den Felsen. Sie sind mit 40 -70 Jahre alten Reben aus den Sorten Silvaner, Weißburgunder und Scheurebe bestockt und bieten damit beste Voraussetzungen, das einzigartige Terroir der Lage in unseren Top Weinen VINZ, MONTONIA oder den Großen Gewächsen zu zeigen.

Der geologische Untergrund des Sonnenstuhls zählt zum Bereich des oberen Muschelkalkes. Der Muschelkalk ist von tonigen Lehmschichten und humosem Sand überlagert und deshalb leicht erwärmbar. Am Hangfuß befindet sich Schwemmland. Die zum Maintal ausgerichtete Süd- bis Südwest-Lage hat eine Hangneigung bis 70 Prozent und ist mit großen Stützmauern durchzogen. Die erste urkundliche Erwähnung fand die Lage Randersackerer Sonnenstuhl im Jahre 1240 als monte Rode adut Randersacker - auf dem Berg Rode bei Randersacker. Heute schließt die Lage Sonnenstuhl die ehemals eigenständigen Gewanne Hohe Roth, Paradies und Rückersell mit ein.